Ratgeber

children 2050919 640Foto: JKakaroto / PixabayCowboy, Clown oder Crazy-Outfit passen immer. Sich als Superheld oderCowboy, Clown oder Crazy-Outfit passen immer. Sich als Superheld oderEiskönigin in den Karneval zu stürzen, finden kleine wie große Närrinnen undNarren auch ganz jeck. Do-it-Yourself-Kostüme und Vintage-Unikate aus demSecond Hand-Laden animieren Verkleidungskünstler zu phantasievollen Kreationen. Wer selbst schneidert und gestaltet, lässt das Kostüm-Angebotvon schlecht bezahlten Näherinnen in Fernost links liegen. Keine Maskerade ohne Schminke: Glitzernde Fabelwesen, Emojis oder furchterregende Monsterverwenden gern viel Farbe, um ihr Outfit närrisch zu verändern. „Doch Farb und Konservierungsstoffe in der Schminke oder schädliche chemische Substanzen in Kostümen können die Haut empfindlich reizen“, warnt die Verbraucherzentrale NRW. Ein buntes und bedenkenloses Treiben ohne Blessuren für Haut und Organismus gelingt an den tollen Tagen mit folgendenTipps.
• Gefahrlose Kostümierung:
Karnevalskostüme können giftigeStoffe enthalten, die Haut und Schleimhäute reizen oder Allergien auslösen. Vor dem Tragen sollten Outfits aus dem Kostümhandel wenn möglich erstmal gewaschen werden. Leggings und T-Shirts drunter halten nicht nur warm, sondern schützen auch vor direktem Hautkontakt. Auch wenn’s im Karneval heiß hergeht: Beim Tragen von Kleidung und Perücken aus Kunstfasern sollten Narren auf einen Sicherheitsabstand zu Funken und Feuer achten, weil ihre synthetische Kostümierung leicht entflammbar ist.
• Karnevals-Utensilien im Geruchstest:
In Plastik-Schwertern,Kunststoff-Flügeln oder Klebe-Tattoos befinden sich häufigLösemittel, Weichmacher oder andere Schadstoffe. Einige lassen sich schon am Geruch erkennen. Also erstmal schnüffeln: Wenn das Kostüm-Beiwerk oder die Körper-Sticker stark nach Kunststoff oderChemie riechen, sollten Jecken ihre Haut besser vor solchen bunten Accessoires verschonen und kreativ zu Selbstgebasteltem oder Schminkstift greifen.
• Natürliche Farbenpracht für die Haut:
Wer Karnevalsschminkemit Mineralölen wie Paraffin oder Petrolatum auf die Lippen aufträgt, verschluckt oftmals schädliche Substanzen, die sich im Körper anreichern können und teilweise unter Krebsverdacht stehen. Karnevalsschminke als zertifizierte Naturkosmetik ist dagegen frei von Mineralölen, Silikonen, synthetischen Farbstoffen und vielen anderen Inhaltsstoffen, die Haut und Umwelt belasten können. Zu erkennen ist Naturkosmetik etwa am BDIH- oder dem NATRUEO -Siegel, das ein Frauengesicht im Profil zeigt. Mittlerweile werden die bunten Farben auf natürlicher Basis in Bioläden und inDrogeriemärkten angeboten.
• Achtung „reizend“:
Für Allergiker ist die Lektüre der Ingredienzienin der Schminke besonders wichtig. Die Inhaltsstoffe sind meist auf der Verpackung eines Produkts unter „Ingredients“ einzeln aufgelistet. Bei kleinen Tiegeln, Tuben und Stiften müssen die Händler die Information über die enthaltenen Inhaltsstoffe am Verkaufsregal mit angeben. Wer keine Information findet, sollte danach fragen.
• Vollschminke mit Wasser statt Fett:
Beim Kauf sollten Jecken Schminktöpfe mit Aquafarben – am besten aus dem Naturkosmetikregal – bevorzugen. Die Naturprodukte werden in vielen Farbtönen einzeln oder komplett als Malkasten angeboten und werden wie Wassermalfarben mit Pinsel oder Schwamm aufgetragen. Das Abschminken geht ganz einfach mit Wasser undSeife. Wer funkeln möchte: Glitzerkram fürs Gesicht besteht auskleinen Plastikteilchen. Flitter aus dem Biokunststoff PLA(Polymilchsäure), als „biologisch abbaubar“ beworben, wird nur gut in Kompostieranlagen zersetzt und nicht in der Umwelt.
• Getrübter Blickkontakt bei bunten Linsen:

Von roten Vampiraugen bis zu katzenförmigen Pupillen lassen sich mit Spaß-Kontaktlinsen dramatische Effekte erzielen. Wie bei optischenSehhilfen ist auch bei den Spaß-Linsen eine sorgfältige Hygiene notwendig, um Infektionen der Augen zu vermeiden. Denn Farben und Muster schirmen die Linsen luftdicht ab. Die Hornhaut des Auges kann durch den Sauerstoffmangel bei längerem Tragen geschädigt werden. Jecken sollten bunte Kontakt-Linsen also nur kurzzeitig tragen. Speziell geformte Pupillen, wie etwa schmaleKatzenaugen, können zudem das Sichtfeld einschränken. Damit der Gebrauch der Fun-Artikel nicht ins Auge geht, am besten Optiker oder Augenärzte vor dem Kauf um medizinischen Rat fragen. Nicht nur für die tollen Tage hat die Umweltberatung in den örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW Infos zu Schadstoffen in Kosmetik und anderen Alltagsprodukten parat. Adressen im Internet unter www.verbraucherzentrale.nrw/umweltberatung.

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