Geschichten

karnevalAls wir vor über 50 Jahren nach Flaesheim zogen, lernte meine Mutter dort ein Ehepaar kennen. Sie freundete sich mit ihm an. Es war sehr nette Leute, wir waren viel zusammen. Das Ehepaar hatte schon damals einen Fernsehapparat und lud uns immer in der Karnevalszeit ein, die Sendung „Mainz wie es singt und lachÜ mit ihm zu schauen. Ich war ja schon 15 Jahre alt und durfte abends dabei sein.

Auch Eiskunstlaufen sah ich so gerne, auch das durfte ich bei unseren Freunden sehen. Ein Erlebnis war es auch, als sie mich zu einem Ausflug nach Schloss Nordkirchen einluden. Sie hatten ein Motorrad, ich durfte in den Beiwagen klettern. Es war schon ein großartiges Gefühl, so nah am Boden zu sitzen. Aber zurück zum Karneval.

Meine Mutter machte auch immer gerne etwas für und mit Kindern. Meine ältere Schwester arbeitete in einer Familie, die kleine Kinder hatte. Meine jüngere Schwester fand hier neue Freundinnen. Auch in unserer Hausgemeinschaft wohnten zwei kleine Kinder. Meine Mutter schlug vor, alle diese Jungen und Mädchen einzuladen zu einem Karnevalsfest. Alle waren begeistert. Ich konnte ja schon bei den Vorbereitungen und bei der Betreuung helfen. Es wurden Berliner Ballen gebacken, so wie meine Mutter es immer zu Rosenmontag tat. Auch selbstgemachte Caramel-Bonbons kamen gut an. Konfetti und Luftschlangen gab es auch schon, Cola und Sprudel nicht, stattdessen hatten wir Saft im Keller.

Alle Kinder kamen kostümiert. Sie sahen nicht so perfekt aus wie manche Kinder heute. Aber damals konnte man kein Geld für Karnevalskostüme ausgeben. Mit lustigen Liedern und Spielen wurde es ein fröhlicher Nachmittag. Wir freuten uns, dass es den Kindern so gut gefallen hatte.

Der Tag war aber noch nicht zu Ende. Am Abend kamen die Mitbewohner, es waren drei Familien, und wir feierten kostümiert bei Kellergeister-Bowle in bester Stimmung den Rosenmontag 1956.

Am nächsten Tag wollte ich nach dem reichlichen Konfettiregen den Kokosläufer absaugen. Einen Staubsauger hatten wir schon, aber der streikte. So musste der Läufer nach draußen auf die Teppichstange. Mit Klopfer und Bürste war es etwas mühselig, die kleinen bunten Plättchen aus dem groben Teppich heraus zu bekommen. Aber es überwiegen die schönen Erinnerungen, allein das ist wichtig.

©Rosemarie Brathe

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