Home

Düsseldorf, 27.09.2019 | Das von der Landesregierung angekündigte Millionenprogramm für großflächige „Aufräum- und Wiederaufforstungsmaßnahmen“ ist aus Sicht des nordrhein-westfälischen Landesverbandes des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine Verschwendung von Steuergeldern. In den aktuell extrem ausgetrockneten Böden machten Pflanzungen keinen Sinn. Das aktuell praktizierte flächige Abräumen kranker Bäume verstärke diesen Effekt. Stattdessen müsse einer natürlichen Wiederbewaldung Priorität eingeräumt werden. Die Finanzmittel des Landes sollten deshalb für ökologisch sinnvolle Waldentwicklung und die Honorierung von entsprechenden Naturschutzleistungen von Waldbesitzern verwendet werden. Damit könnte ein Beitrag zu der dringend notwendigen ökologischen Waldwende in NRW geleistet werden. 

Aktuell sind vom Baumsterben besonders aufgeforstete Fichtenplantagen betroffen. Monokulturen von Nadelhölzern sind besonders anfällig, sie leiden extrem unter den Folgen des Klimawandels. Dürre und Stürme mit der Begünstigung von Borkenkäfern lassen flächendeckend solche Baumplantagen absterben. Zu diesen Schäden haben zweifellos auch die forstlichen Fehler der Vergangenheit beigetragen. Das darf sich jetzt nicht wiederholen.

„Übereilte, großflächige Aufforstungen sind kein Weg zu einem künftig klimastabilen Wald. Vielmehr müssen bei allen forstlichen Planungen stärker Erfahrungen aus Naturwäldern genutzt werden“, sagte Holger Sticht, Landesvorsitzender des BUND. „Bleibt zumindest ein Teil des Schadholzes als Biomasse im Wald und wird zunächst der Naturverjüngung Raum gegeben - das zeigen viele Naturwälder- können sich sehr artenreiche und stabile Wald-Ökosysteme aus sich selbst heraus entwickeln“.

Auch Laubbäume sind von den aktuellen Schäden betroffen, unter anderem die Rotbuche. Ein umfassendes, landesweites Laubwaldsterben gibt es aber nach den dem BUND vorliegenden Schadensberichten bisher nicht. Der Grad der Schäden ist hier stark von den Standortverhältnissen und der Naturnähe der Wälder abhängig. In naturnah bewirtschafteten Buchenwäldern hat sich vielfach eine hervorragende Naturverjüngung entwickelt. Grundsätzlich sollten deshalb vor einer möglichen Baumpflanzung die Potenziale der natürlichen Waldverjüngung ausgeschöpft werden.

Worauf es in der aktuellen Waldkrise ankommt, hat das Bundesamt für Naturschutz (BfN) ganz aktuell in einem Positionspapier dargestellt. Das BfN fordert darin, die grundlegenden Funktionen der Waldökosysteme wiederherzustellen und zu fördern - als Grundvoraussetzung für klimastabile Wälder. Dabei geht es besonders um die Anpassungs- und Selbstregulationsfähigkeit der Wälder, zu der besonders die natürliche Wiederbewaldung gehört. Sukzessionsprozesse müsse viel mehr Raum eingeräumt werden. Bei der Wiederbewaldung müsse es also um Waldentwicklung gehen. Zudem sei es wichtig, eine schonende, am Wald als Ökosystem ausgerichtete Bewirtschaftung zu praktizieren, bei der Waldböden geschont und möglichst viel Biomasse (besonders auch Totholz) im Wald verbleibt.

Das Programm der Landesregierung stelle demgegenüber die Interessen der konservativen Holzproduktion in den Mittelpunkt. Dass bei dem begleitenden Gespräch fast alle Vertreter aus dieser Gruppe kamen, ist bezeichnend. Der BUND NRW war dazu nicht eingeladen, obwohl in der Pressemitteilung von einem Austausch „mit Vertretern der nordrhein-westfälischen Forst- und Naturschutzverbände“ gesprochen wird. Für den vom Land angekündigten großen Waldkongress fordert der BUND eine Beteiligung der Naturschutzverbände an der Programmgestaltung und eine Berücksichtigung der Naturschutzaspekte durch Aufnahme entsprechender Beiträge in das Programm. Nur so kann aus unserer Sicht ein Beitrag zu einem sachbezogenen Dialog über den „Wald der Zukunft“ geleistet werden.

passwortHannover, 30. Januar 2019 – Am 1. Februar ist „Ändere-Dein-Passwort"-Tag". Doch statt sich regelmäßig neue Passwörter auszudenken, sollte man für jeden wichtigen Online-Dienst ein separates, sicheres Passwort verwenden, rät das Computermagazin c’t. Ein Passwort-Manager kann dabei wertvolle Dienste leisten. Passwort-Änderungen als Selbstzweck hingegen führen nicht zwangsläufig zu mehr Sicherheit und gelten als überholt.

Passwörter sind aus Nutzersicht vor allem eins: nervig. Sollen sie sicher sein, muss man sich komplizierte und/oder lange Zeichenfolgen merken. Hält man sich dann noch an die Empfehlung, für jeden Dienst ein eigenes Passwort zu vergeben, steigt man schnell nicht mehr durch. Viele Nutzer haben schon längst resigniert und verwenden der Einfachheit halber ein Passwort für mehrere Dienste. Doch das ist hochgradig gefährlich: Knackt ein Angreifer einen Account, kann er auch auf alle anderen zugreifen.

„Statt sich jedoch jedes Jahr am „Ändere-Dein-Passwort"-Tag zig neue Passwörter auszudenken, sollte man einen Passwort-Manager nutzen“, empfiehlt c’t Redakteur Ronald Eikenberg. „Dieser nimmt einem lästige Tipparbeit ab und generiert auf Wunsch zufällige Passwörter.“ Im Test des Computermagazins c‘t haben EnpassKeePassPassword Depot und SafeInCloud gute Bewertungen erhalten. Die Passwort-Manager bieten dem User freie Hand bei der Art der Synchronisierung der Passwörter und sind komfortabel zu bedienen.

Möchte man seine Passwörter stattdessen selbst verwalten, gibt es diverse Regeln: „Geht es um persönliche Daten oder Geld, sollten Sie es einem Angreifer nicht leichter als nötig machen und eine lange Passphrase einsetzen.“ Außerdem gilt: Je individueller die Zeichenabfolge, desto besser. Der Dienst „Pwned Passwords“ ist hierbei ein gern genutzter Helfer. Er vergleicht das selbst eingegebene Passwort mit seiner Datenbank und findet so heraus, ob sich die eingegebene Zeichenfolge schon auf einer Liste bereits geknackter Passwörter befindet.

Darüber hinaus sollte man - wann immer es geht - die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierungeinschalten. Dann ist der Account auch dann noch geschützt, wenn ein Angreifer die Zugangsdaten kennt.
Weitere Tipps gibt das Computermagazin c’t in seiner Sicherheits-Checkliste der c’t 20/18 .

plastic 631625 640Von der Einkaufstüte über Getränkeflaschen bis zu Spielzeug und Zahnbürsten: Produkte aus Kunststoff sind allgegenwärtig. Ein Leben ohne Plastik? Kaum noch vorstellbar! Dabei war das Leben Mitte des 20. Jahrhunderts noch fast frei von Kunststoffen; weltweit wurden lediglich rund 1,7 Millionen Tonnen Kunststoffe pro Jahr hergestellt. Heute sind es mehr als 335 Millionen Tonnen. Probleme für Mensch und Tier entstehen vor allem dann, wenn Plastikmüll in der Umwelt landet, denn er braucht teilweise mehrere hundert Jahre um abgebaut zu werden. Foto: Maurice Angres
Hier geht es weiter.

handy frauenhaendeDas Wichtigste in Kürze:
Wenn Sie einen Vertrag kündigen, müssen Sie das nicht mit einem Anruf noch mal bestätigen.
Ausnahmen sind Kündigungsvormerkungen, die viele Unternehmen auf ihren Internetseiten anbieten.
Am sichersten sind Kündigungen per Einschreiben oder Fax, um im Streitfall beweisen zu können, ob sie zugegangen sind.

Müssen Mobilfunkkunden ihren Anbieter noch mal anrufen, nachdem sie ihren Vertrag gekündigt haben? Einige Telefonunternehmen lassen das vermuten, indem sie zwar den Eingang einer Kündigung bestätigen, aber gleichzeitig um einen Anruf bitten – "um die Kündigung bearbeiten zu können", heißt es oft. Doch das ist in aller Regel nicht notwendig. Eine Kündigung wird mit dem fristgerechten Zugang beim Empfänger wirksam. Das bedeutet, dass Ihre Kündigung vor Ablauf der Kündigungsfrist beim Unternehmen angekommen sein muss. Falls es zum Streit kommt ist es gut, wenn Sie den Zugang der Kündigung nachweisen können. Sie sollte deshalb als Einwurfeinschreiben oder per Fax mit qualifiziertem Sendebericht (der Statusbericht zeigt eine verkleinerte Ansicht der 1. Faxseite) verschickt werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie ggf. beide Möglichkeiten nutzen. Bewahren Sie die Belege unbedingt auf! Weiterlesen
F
oto: Karolina Grabowska / Pixabay

rathaus annaDer Gang aufs Amt stellt viele Menschen in Deutschland auf eine Geduldsprobe. Für ihren letzten Behördentermin haben sie im Schnitt fast zwei Stunden – exakt 114 Minuten – benötigt, inkl. Anfahrt. Das zeigt eine repräsentative Bevölkerungsbefragung von 1.006 Bundesbürgern, darunter 950 Befragte, die eine Behörde besucht haben. Ein Drittel der Befragten (34 Prozent), die eine Behörde besucht haben, gaben an, beim letzten Mal bis zu einer Stunde dafür gebraucht zu haben. Jeder Zweite (49 Prozent) benötigte hingegen zwischen zwei und drei Stunden und jeder Zehnte (11 Prozent) drei Stunden und mehr. „Deutsche Behörden arbeiten nicht sehr bürgerfreundlich. Viele Menschen müssen sich extra Urlaub nehmen, um Behördengänge zu erledigen. Für diese Bürger heißt es dann Amt statt Strand“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Ziel muss sein, den Amtsgang möglichst ganz abzuschaffen. Vorbild für Deutschland könnte in dieser Hinsicht Dänemark sein. Dort gibt es längst digitale Bürgerämter, sodass man das meiste einfach online von zu Hause aus erledigen kann. Die Digitalisierung der Verwaltung ist neben dem Aufbau von Gigabitnetzen die Grundlage für ein digitales Deutschland.“ Weitere Ergebnisse aus der Umfrage stellt der Bitkom gemeinsam mit dem Nationalen Normenkontrollrat auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am 19. September im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin vor. Um die Digitalisierung der Verwaltung und öffentlicher Dienstleistungen zu beschleunigen, wird derzeit eine neue Veranstaltung aufgebaut, die Smart Country Convention. Sie wird vom Digitalverband Bitkom in Zusammenarbeit mit der Messe Berlin durchgeführt. Das dreitägige Event findet erstmals vom 20. bis 22. November 2018 im CityCube Berlin statt und bringt alle relevanten Vertreter von Verwaltungen, Politik, Digitalwirtschaft, Verbänden und Wissenschaft zusammen. Die Smart Country Convention ist eine Kombination aus Kongress, Workshops, Weiterbildungsveranstaltungen und Ausstellung. Dabei geht es sowohl um die digitale Verwaltung als auch um die Digitalisierung öffentlicher Dienstleistungen in den Bereichen Energie, Mobilität, Sicherheit, Abfall, Wasser, Bildung, Gesundheit und Wohnen. Sie richtet sich ebenso an den Bund wie an Vertreter von Ländern und Gemeinden. Bis zum 31. August sind Tickets kostenlos, Anmeldungen hier. Alle Informationen zur Smart Country Convention gibt es aufhttps://www.smartcountry.berlin Foto: anna / Pixabay

Martinifest 2019

Plakat Martinifest2019

Weihnachtsbaum 2019

Plakat 2019

wihnachtsmarkt 2019

wihnachtsmarkt

Kurznachrichten

Der Weihnachtbaum auf dem Dorfplatz
Dienstag, 19. November 2019
article thumbnailArchiv Foto 1018 / Klaus BüttnerZur adventlichen Stimmung unterm Weihnachtsbaum mit weihnachtlichen Klängen vom Blasorchester Hullern lädt die Rentnerband des Heimat- und Schützenverein am Freitag,...
More inKurznachrichten  

Termine